Die Abholung Teil 2
Vor Ort angekommen wurde es nun ernst. Friederike und ich erledigten vorerst die UmrĂ€umerei des Zubehörs in den Transporter und dann den Geld- und Papierkram. Dann ab zur Weide- Delia holen. Wir gingen mit Halfter und Strick zu ihr, sie begrĂŒĂte uns beide. Da sie es gewohnt ist, zur BegrĂŒĂung Leckerlies zu bekommen, steuerte ihre Nase direkt zu ihrer alten Besitzerin. Diese fing an, etwas herum zu stottern und zu murmeln, dass sei nun nicht mehr ihre Aufgabe und nun meine ZustĂ€ndigkeit. Ich glaube, das war uns beiden ein bisschen unangenehm. Sie zog Delia an und drĂŒckte sie mir mit den Worten âIst jetzt dein Pferdâ in die Hand. Wir gingen hoch Richtung Fahrzeug und fingen an, Delia zu verladen. Ihr war das alles ziemlich unheimlich, trotzdem behielt sie glĂŒcklicherweise ihre Neugier. Mit MĂŒsli in der Schale, viel Zeit, wenig Druck und ein bisschen Geduld schafften wir es in ca. 15 bis 20 Minuten, das aufgeregte Pferdchen auf den Transporter zu bringen. Ganz ohne Gewalt oder Longen oder Gerten oder sonst was. Wie schön! Zwischenzeitlich wurde es etwas brenzlich, da Delia recht ungestĂŒm war. Und anders als in normalen PferdehĂ€ngern, musste sie beim dem Mobil seitlich einsteigen. Die Trennwand wird dann seitlich zu ihrem Kopf hin geschlossen. Da sie den Kopf aber nicht richtig rein und auf ihre Seite nahm, kletterte Friederike quasi durch sie durch auf die Wandseite, um sie dort anzubinden und den Kopf rĂŒber zu ziehen, damit Delia nicht wieder runter stĂŒrzt. Sie klemmte irgendwann zwischen Wand und Pferd, ich hielt die Trennwand und bat sie, da bitte vor zu kommen. HĂ€tte Delia in den Moment Panik bekommen, wĂ€re das sehr gefĂ€hrlich geworden. Nach ein paar angespannten Minuten konnten wir aber alles schlieĂen, das Pferd war drinnen und wir startbereit.Â
Ăber die Kamera konnte ich Delia gut beobachten. Sie war soooo artig! Sie fing relativ schnell an zu schnauben und am Heu zu knabbern. Sie stand im Transporter still wie ein Profi.
Mama fuhr mit den Hunden wieder hinter uns her und hielt uns bei Ăberholmanövern von hinten den Weg frei. Das hat alles wunderbar geklappt!
- Dana















